2026-01-15

Railport sorgt für effizienteren Bahntransport im Hafen

Auch im Jahr 2026 unternimmt Railport wichtige Schritte, um die Kapazität, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit des Schienennetzes im und um den Hafen strukturell zu verbessern. Dies geschieht durch gezielte Infrastrukturinvestitionen, intelligente Digitalisierung und eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Schienennutzern.

Von der Bahnvision zur konkreten Umsetzung

Railport arbeitet an der Verwirklichung der gemeinsam mit Infrabel erarbeiteten Bahnvision. In den kommenden Jahren wird diese Vision mit einer Reihe von entscheidenden Baustellen weiter konkretisiert. Eine wichtige Priorität ist die weitere Elektrifizierung des Schienennetzes im Hafen. So wurde zum Beispiel die Strecke zum Bündel Oorderen 2025 elektrifiziert, und die Arbeiten an der Linie 11 zu Combinant und BASF werden 2026 abgeschlossen.

Aerial photograph of a railway bundle with colourful carriages on the tracks.

Digitalisierung: der Rail Trans Port Manager

Neben der physischen Infrastruktur investiert Port of Antwerp-Bruges auch in digitale Innovationen. Ein wichtiges Beispiel ist der Rail Trans Port Manager (RTPM), eine Anwendung, die gemeinsam von Spezialisten von Port of Antwerp-Bruges und Infrabel entwickelt wurde.

 

Die Anwendung ermöglicht die Sichtbarmachung und Verfolgung des Status von Zügen und Eisenbahnwagons vom Ausgangspunkt bis zum Zielort im Hafen (und umgekehrt) in Echtzeit. Die Nutzer können unter anderem leicht überprüfen, ob die Transporte im Zeitplan liegen und wo es zu Verspätungen kommt.

In der Praxis

Infrabel

Nutzt heute den Rail Trans Port Manager für ein besseres und zeitnahes Kapazitätsmanagement und die Steuerung des Bahntransports im Hafen. Dadurch können sie bei Anomalien schneller eingreifen und die Nutzung von Gleisbündeln effizienter verwalten. Dies führt zu einem besseren Arbeitsfluss, kürzeren Wartezeiten und einem reibungsloseren Ablauf.

Deepsea-Terminals

Erhalten über RTPM einen Echtzeit-Statusüberblick über ihre relevanten Züge. Sie sehen unter anderem die voraussichtlichen Ankunftszeiten am Terminal und die Zusammenstellung des Zuges auf Waggon- und Containerebene. Dadurch können sie eine bessere Kapazitätsverwaltung ihres Portfolios und ihres Personals gewährleisten.

Die Eisenbahngesellschaften

Verfolgen ihre Eisenbahnwaggons, die sich auf dem Ablaufberg Antwerpen-Noord befinden, über RTPM. Dies gewährleistet effizientere Abläufe und eine rechtzeitige Zustellung am Zielort.

Sicher, offen und vertraulich

Die Anwendung steht allen relevanten Akteuren der Schienenlogistikkette offen: den Stellwerken des Infrastrukturbetreibers Infrabel, den Eisenbahnunternehmen, den mit der Bahn verbundenen Unternehmen (z. B. Deepsea- und Tankterminals), den Verladern/Frachtzahlern/Spediteuren sowie den Brücken- und Schleusenbetreibern und Hafenkapitänen.

 

Sicherheit und Vertraulichkeit sind entscheidend. Da auch konkurrierende Unternehmen mit dem Tool arbeiten, sind die Zugriffsrechte streng auf die eigenen Gleispläne beschränkt. So bleiben geschäftskritische Daten geschützt.

 

Längerfristig soll die Anwendung weiter ausgebaut werden, u. a. durch eine internationale Überwachung des hafenbezogenen Bahntransports, ein umfassenderes Bündelmanagement, eine umfassendere Terminal-(Slot-)Planung und weitere relevante Daten und Prozessunterstützung.

Luchtfoto van een bundel van spoorwegen met kleurrijke wagons.

Teil von PIONEERS

Die Anwendung ist außerdem Teil des umfassenderen PIONEERS-Projekts, das zum europäischen Programm Horizon 2020 gehört. Im Rahmen des Projekts arbeiten verschiedene europäische Partner gemeinsam an konkreten Lösungen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen in Häfen. 

Video over digitaliseringsprojecten bij het spoor

Neuausschreibung des Schienenbündelungskonzepts am linken Scheldeufer

Derzeit laufen die Vorbereitungen für eine neue Ausschreibung im Rahmen des Schienenbündelungsprojekts. Diese Neuausschreibung soll zur Ernennung eines Bahnpartners für den Zeitraum 2027-2028 mit einer Option für 2029 für die Zonen 1 und 2 (Kanaldocks und Norden des Hafens) sowie die Zonen 7, 8 und 9 am linken Scheldeufer führen.

 

Im Vorfeld der Ausschreibung wird ein aktiver Dialog mit den Schienennutzern geführt. Mit Hilfe von Fragebögen und Workshops werden die aktuellen Abläufe bewertet und Verbesserungsprozesse gemeinsam erkundet. Das positive Feedback und die konstruktiven Vorschläge von Bahnanschlussinhabern und Frachtzahlern bestätigen nicht nur die Unterstützung für das Bündelungskonzept, sondern unterstreichen auch die Notwendigkeit dieses nächsten Schrittes.

 

Die Neuausschreibung am linken Scheldeufer ist vor allem im Hinblick auf die bevorstehenden ECA-Arbeiten (Extra Container Capacity Antwerp) von Bedeutung. In den kommenden Jahren werden umfangreiche Arbeiten durchgeführt, die zu Unterbrechungen der Zugverbindungen führen werden. Effiziente Koordinierung und Planung sind dabei unerlässlich.

 

So baut Railport auf den Prinzipien der Bahnvision auf und stärkt die Effizienz und Effektivität des Schienenverkehrs im Hafen.

Möchten Sie mehr über Railport erfahren?

Dann besuchen Sie www.railport.be und entdecken Sie alle Informationen, häufig gestellte Fragen und Kontaktdaten auf der Website.

Weitere Informationen
Green Railtrax train on the railway.

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